„Drehbuch“

„Tödlicher Windhauch“ entwickelte sich als spannende Herausforderung, da ich hier nicht nur Zeichner, sondern auch Autor war.
Das ZDF gab mir bei der Entwicklung der Geschichte vollkommene Freiheit. Wichtig war nur, im „Finn Zehender“-Universum zu bleiben. Wie schon beim ersten Online-Comic „Tödliches Wolfsrudel“ sollten die Wesenszüge der Charaktere und der Humor der TV-Filme in den Comic übertragen werden. Die von Holger Karsten Schmidt ersonnenen Drehbücher und Markus Imbodens Regie waren also Ausgangspunkt und Vorlage für meine Comicadaption.
Was für eine großartige Vorlage!
Und hier lag auch der große Spaß bei der Entwicklung der Geschichte. Ich konnte mich, was Stimmung und Charaktere angeht, immer am sicheren Gerüst der bereits existierenden TV-Stories entlang hangeln, manchmal aber auch ausbüchsen, wenn mir eigene Ideen in den Sinn kamen.

Also machte ich mich im Sommer 2012 an die Entwicklung des „Drehbuches“ für den Comic. Wobei das „Drehbuch“ in diesem Fall eher ein Storyboard war. Zwar hatte ich den groben Verlauf der Handlung vorher in Textform aufgeschrieben, doch die Planung der einzelnen Seiten erfolgte gleich mit dem Zeichenstift und in enger Zusammenarbeit mit der Online- und Fernsehfilm-Redaktion des ZDF, die mich aus so mancher Story-Sackgasse wieder herausgeführt hat!!!

In manchen Fällen war schließlich die fertige Seite sehr dicht am ursprünglichen Storyboard, wie man am Beispiel der Eingangsseite sehen kann:

Als die Geschichte dann stand und grünes Licht vom ZDF kam, begann ich damit, die eigentlichen Seiten zu zeichnen. Als Vorlage diente mir hier das Storyboard. Später folgte die Tusche und dann die digitale Kolorierung.
Ingo Frommer und Carsten Immel, beide Grafiker des ZDF, animierten  schließlich viele Elemente des Comics und hauchtem dem Ganze somit Leben ein.